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brief12

Stuttgart, im April 2020

Liebe Mitglieder,

sehr geehrte Damen und Herren des Bundesvorstandes,

leider ist es wieder einmal so weit….

Der Bundesvorstand und einige Landesvorstände befleißigen sich damit, die Arbeit unserer politischen Gegner zu übernehmen.

Ebenso wie die Altparteien macht man sich die Coronakrise zunutze.

In ihrem Schutz greift man, in der Hoffnung auf wenig bis keinen Widerstand, den innerparteilichen Gegner an.

  • PAV    Dr. Wolfgang Gedeon
  • Auflösung des „Flügels“
  • PAV     Stefan Räpple
  • Amtsenthebung des saarländischen LaVo 

Was kommt als Nächstes und wer sind die Nächsten?

Seit Gründung der AfD können wir in regelmäßigen Abständen die gleichen Fehler und Vorgehensweisen beobachten. 

Ob nun unter Lucke, unter Petry oder jetzt unter Meuthen wurden und werden unliebsame Mitglieder aus der Partei „entfernt“. Damit kopieren wir 1:1 das Verhalten unserer politischen Gegner, die einen Thilo Sarrazin aus der Partei werfen, einen Herrn Maaßen abservieren oder den Ostbeauftragten Christian Hirte, mir nichts, dir nichts, mit links seines Amtes entheben. 

 

Wollten wir nicht anders sein? 

Empörten wir uns nicht zu Recht über ein solch schäbiges Vorgehen der SPD oder CDU? 

Was unterscheidet uns noch? 

 

Mit welchen politischen Aktionen wollen Sie, lieber Bundesvorstand, unsere Wähler überzeugen und neue hinzugewinnen? Etwa mit dieser Lachnummer: „Gemeinsam für das Grundgesetz“? 

Wen wollen Sie denn davon überzeugen, dass wir in der AfD alles liebe und freundliche Demokraten sind?



- unsere politischen Feinde?

- die Medien? - den „Regierungsschutz"?

- die indoktrinierten Schulschwänzer oder wen sonst?

 

In Deutschland gehen bald viele Lichter aus und Sie wollen sich bei den Deutschlandabschaffern anbiedern? 

Die Erfurter Resolution und der Stuttgarter Aufruf sind aktueller denn je:  

 

Es geht um die Rückbesinnung auf unsere Gründungsideale.

 

Nachfolgend Auszüge aus

der Erfurter Resolution:

Das Projekt »Alternative für Deutschland« ist in Gefahr. Wir haben im Laufe des vergangenen Jahres glänzende Wahlerfolge errungen, drohen aber den Vertrauensvorschuß der Wähler leichtfertig zu verspielen.

Die Bürger haben uns gewählt, weil sie hoffen, daß wir anders sind als die etablierten Parteien: demokratischer, patriotischer, mutiger. Anstatt nun jedoch die Alternative zu bieten, die wir versprochen haben, passen wir uns ohne Not mehr und mehr dem etablierten Politikbetrieb an: dem Technokratentum, der Feigheit und dem Verrat an den Interessen unseres Landes.

Wir orientieren uns in unserem politischen Handeln ängstlich an dem, was uns Institutionen, Parteien und Medien als Spielraum zuweisen, anstatt selbst den Radius unseres Handelns abzustecken und zu erweitern. Wir zeigen zu oft jenen vorauseilenden Gehorsam, der die Verhältnisse, gegen die wir angetreten sind, nicht verändert, sondern zementiert.

Die AfD konnte dem Bürger glaubhaft vermitteln, sich als demokratische Kraft mit Sachverstand auch um diejenigen Probleme zu kümmern, die nie direkt angesprochen werden. Dieses Erfolgsmodell sehen die Erstunterzeichner der »Erfurter Resolution« durch die Tendenz gefährdet, die politische Spannbreite der AfD über Gebühr und ohne Not zu begrenzen. Wir verlieren damit genau das, was unsere Daseinsberechtigung ausgemacht hat.

 

und dem Stuttgarter Aufruf:

Als Anhänger einer grundsätzlich demokratischen und patriotischen Partei fordern wir die Führungspersönlichkeiten unserer Partei bundesweit dazu auf, sich auf unsere Gründungsideale rückzubesinnen: 

  • als demokratischer Widerstand unseres Volkes gegen die Gesellschaftsexperimente der letzten Jahrzehnte (Gender Mainstreaming, Multikulturalismus, Erziehungsbeliebigkeit)
  • als demokratischer Widerstand gegen die weitere Aushöhlung der Souveränität und der Identität Deutschlands
  • als Partei, die den Mut zur Wahrheit und zum freien Wort besitzt und sich gegen "political correctness" stellt
  • als Zusammenschluss ehrlicher und aufrechter Menschen, die sich den deutschen Werten verpflichtet fühlen
  • in Verpflichtung zu Basisdemokratie und Subsidiaritätsprinzip.

 

„Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“

 

Das gilt auch für Parteistrukturen. Eine wahrhaft demokratische Partei muß auch innerparteilich die Meinungsfreiheit und damit auch unkonventionelle Meinungen zulassen. So steht es in unserem Gründungsprogramm. 

 

Genau das und nichts anderes wurde uns damals versprochen.

 

Ein persönliches Wort direkt an Herrn Meuthen:

Das Ziel der Partei war immer die breite Verankerung im Volk. Eine Volkspartei muß vielen Wählern mit verschiedenen politischen Ausrichtungen eine Heimat bieten können. Diese Strömungen müssen sich deshalb in der Partei wiederfinden.

Ihrem Interview ist zu entnehmen, dass Sie eine Aufspaltung der Partei für richtig erachten. Damit begraben Sie unseren Anspruch auf eine Weiterentwicklung zur Volkspartei.

Gerne dürfen Sie und Ihre Unterstützer diesen Weg gehen und eine neue alternative AFDP gründen, wenn Sie sich in unserer AfD nicht mehr zu Hause fühlen. 

Damit sind Sie gleichzeitig den Makel und die Stigmatisierung los, die inzwischen so massiv mit dem Namen AfD verbunden sind. Wir wünschen Ihnen aufrichtig viel Erfolg dabei.

Auf dem Kyffhäuser Treffen 2017 sagten Sie:

„Der Flügel ist ein integraler Bestandteil unserer Partei und das wird er auch in Zukunft immer bleiben. Und ich sage auch deutlich, wer das anders sieht, wer hier in Ausschließeritis verfällt, wer nicht erkennt, dass der Flügel ein wichtiger Bestandteil der Seele unserer Partei ist, wäre auch in der Position eines Bundessprechers fehl am Platz.“

Wir denken, dass nun die Zeit gekommen ist, aus Ihrer damaligen richtigen Erkenntnis die Konsequenzen zu ziehen und nehmen Sie beim Wort:

Bitte treten Sie von Ihrem Amt als Bundessprecher zurück!

Das wäre im wahrsten Sinne des Wortes „staatsmännisch“.

Im patriotischen, sozialen und freiheitlichen Geiste grüßen Sie/Euch

Die Initiatoren des Stuttgarter Aufrufs 

5 Kommentare

  • Kommentar-Link Claus Pichlo Freitag, 01 Mai 2020 11:55 gepostet von Claus Pichlo

    Die AfD - von Anfang an eine Patriotenfalle! Mir tun nur meine patriotischen Freunde in der Partei leid, die in ihrer Minderheit immer noch glauben, unter höchstem persönlichem Einsatz, aus diesen Blockparteilern in der Parteiführung Deutsche machen zu können. Integrität, Idealismus und Mut haben in einer Demokratie vom Kaliber unseres Besatzungsregimes (unter Fremdherrschaft) nicht die geringste Chance. Sie sind ein Paradoxon! Diese hohen Ideale werden strafrechtlich verfolgt!
    Ich bitte alle Patrioten sich einmal mit dem Thema Demokratie im Laufe unserer neueren Geschichte auseinanderzusetzen. Vorher aber bitte deutsche Geschichte lernen und sich von den Lügen über diese befreien. Sonst wird das alles nichts.
    C. Pichlo

  • Kommentar-Link Jürgen Walter Samstag, 04 April 2020 21:38 gepostet von Jürgen Walter

    Meuthen ist für die AFD das, was Merkel für die CDU ist: ein Totengräber!
    Es hört sich hart an aber das Projekt ist gelaufen, ist Geschichte.
    Jetzt noch an einer Partei festzuhalten, die in ihren Führungsstrukturen möglicherweise noch radikaler und niederträchtiger ist (mein Vorredner) als alles, was aus der bundesdeutschen Parteiengeschichte bekannt ist, das ist niederschmetternd - zumal für eine Partei, die mit solch freiheitlichen Grundsätzen angetreten ist.
    Wenn ein BV, der mit nur einer Gegenstimme die Auflösung des Flügels beschließt, auch nur annähernd die Mitglieder der Partei repräsentiert, ist das nicht mehr meine Partei!
    Sie ist angekommen im politmedialen Mainstream mit einem skrupellosen, hinterfotzigen Häuptling, der sich zunehmend als Trojaner dieses staatsterroristischen und zutiefst volksfeindlichen Regimes entpuppt!
    Daran wird leider auch ein Appell wie der des Stuttgarter Aufrufs nichts ändern.

  • Kommentar-Link Jürgen Hollmann Freitag, 03 April 2020 12:15 gepostet von Jürgen Hollmann

    Volle Zustimmung!
    Dem ist nichts weiteres hinzuzufügen!

  • Kommentar-Link Thomas Tomecko Freitag, 03 April 2020 12:15 gepostet von Thomas Tomecko

    Wer sich in der Parteiengeschichte der BRD ein wenig auskennt, wird das qualitative Neue an Meuthens Vorstoß sofort erkennen:
    Noch nie hat ein Parteivorsitzender die Spaltung seiner eigenen Partei propagiert, und das noch mit einem Ultimatum garniert. Das gab es weder bei der FDP mit ihrem nationalliberalen Flügel noch bei der SPD, die mit ihrer DKP-nahen Stamokap-Fraktion (im Prinzip die JUSOS) eine ausgesprochen linksradikale Kadertruppe beherbergte. Diesem Vorsitzenden ist mittlerweile alles zuzutrauen. Wir wollten damals endlich das freie Wort und haben jetzt den Maulkorb und den Laufpaß dazu. Pfui Deibel.

  • Kommentar-Link Günter Geng Donnerstag, 02 April 2020 20:57 gepostet von Günter Geng

    Am besten gleich unterschreiben auf https://aufrechte.info - den Rücktritt von Meuthen fordern!

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