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brief 9

Stuttgart, im Januar 2020

Liebe Freunde,

erneut macht es eine bedenkliche Entwicklung in unserer Partei erforderlich, Euch davon in Kenntnis zu setzen.

Wie die meisten bereits wissen werden, gab es scharfe Kritik vom Landesvorstand BaWü, ebenso wie vom BuVo und Herrn Meuthen, an der von Stefan Räpple organisierten Demo in Baden-Baden gegen den Zwangsbeitrag für den ÖR.

Gleichzeitig wurden „Strafmaßnahmen“ gegenüber den dortigen Redner, insbesondere gegen Herrn Spaniel, Vorsitzender des LAVO BaWü, erwogen. Der zur Unterstützung von Strafmaßnahmen, von Ämtersperre bis PAV war die Rede, vom restlichen baden-württembergischen LaVo angerufene Bundesvorstand beschäftigte sich heute tatsächlich mit diesem Ansinnen.

Zu einer Maßnahme gegen Herrn Spaniel kam es (noch) nicht.

Ganz offensichtlich sollte im Vorfeld des nächsten Landesparteitages in BaWü am 15. und 16. Februar ein Konkurrent „auf Eis“ gelegt oder gar „aus dem Weg geräumt“ werden. Wer die Drahtzieher dahinter sind, liegt nahe.

Anhand dieses Vorfalls wird wieder einmal deutlich, dass unsere Partei durch Machtmissbrauch einzelner Vorstandsmitglieder auf die schiefe Bahn gerät.

Eine Teilnahme an einer von einem Landtagsabgeordneten dankenswerterweise zeitnah organisierten Demo zu einem der wichtigsten Themen unserer Partei, der Abschaffung der GEZ Gebühren, soll zu Strafmaßnahmen gegenüber einem Landesvorstandsvorsitzenden führen. Das ist so absurd, dass einem die Worte dafür fehlen:

„Stil und Ton der Veranstaltung entsprachen in weiten Teilen nicht den Vorstellungen des Bundesvorstandes.“ Hier nachzulesen:  https://www.afd.de/bundesvorstand-prueft-massnahmen-wegen-raepple-demo/

Sehr geehrter BuVo, wer bestimmt, welcher Stil und welcher Ton in unserer Partei richtig und gewünscht ist?

Herrn Meuthen geben wir das gute alte deutsche Sprichwort mit auf dem Weg: „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.“

Ein Schreiben zu diesen anmaßenden Äußerungen aus dem BuVo und dem LaVo BaWü, das uns heute erreicht hat, geben wir gerne an Euch weiter.

Bleibt wachsam und unseren Gründungsidealen treu -

das wünschen sich

Die Initiatoren des Stuttgarter Briefes


 

An den

Landesvorstand der Alternative

für Deutschland

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde,

die ganz untenstehende Nachricht, Herrn Dr. Spaniel betreffend, den ich persönlich kenne, hat mich schockiert.

Allein die Formulierung, er hätte an einer "rechten Demonstration gegen den SWR" und einer privaten Veranstaltung des MDL Räpple teilgenommen, muss jedem überzeugten Patrioten und Vaterlandsverteidiger Kopfschmerzen bereiten.

Ich frage mich allen Ernstes, welcher Geist in die betreffenden Vertreter des Landesvorstandes gefahren ist, daß er solche irreführenden Stigmatisierungen auch noch öffentlich zur Schau stellt. Ja, mein Gott, wo sollen wir denn politisch angesiedelt sein, wenn nicht rechts? Vielleicht links oder in der bekannten, nicht vorhandenen Kohl'schen Mitte, in die sich alle Alternativlinken aus der CDU geflüchtet haben, um nicht rechts zu sein? Ich denke, diesen leergewordenen Platz wollte die AfD als eine patriotische Alternative ausfüllen?

Im Übrigen gehe ich davon aus, dass Dr. Spaniel als langjähriger Experte im Automobilbau als auch als nun mehrjährig erfahrener Bundestagsabgeordneter genau weiß, was er tut. Er braucht sicher keinen Vordenker und keinen Zurückpfeifer, keinen, der ihn "framt" oder ihm die nötige ideologische Hilfestellung geben muss, damit er weiß, auf welche Demo er gehen darf und auf welche nicht.

Euch ist hoffentlich bewußt, das das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit (Art.8 GG) sowie auf Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art.4 GG) sowie auch auf das Recht zum Widerstand (Art.18 GG) verletzt würde, wenn man Dr. Spaniel hier - wie jedem anderen auch - Vorschriften machen oder Abmahnungen zuteilwerden lassen wollte.

Und...wäre das nicht auch ein Verrat an den Grundsätzen der Partei, die sich einst anschickte, dem Grundgesetz wieder Respekt zu verschaffen und den Grundwerten unseres Volkes neue Beachtung zu schenken, einer Partei, die sich in den Parlamenten besonders engagiert, Altparteien-Vertreter auf deren Sorglosigkeit im Umgang mit dem Grundgesetz hinzuweisen und den Verfall des Rechtsstaates anzuprangern?

Liebe Freunde, nehmt es mir nicht übel, wenn ich sage, dass eine solchermaßen beschaffene AfD auf dem patriotischen Holzweg ist. Sollte dieser Affront gegen Dr.Spaniel möglicherweise ein weiterer Anbiederungsversuch an jene Teile der politischen Klasse der BRD sein, die Patriotismus als eine Art ansteckende Krankheit des 19.Jahrhunderts betrachten und die es offensichtlich als chic empfinden, sich nicht von gewalttätigen Demokratie-verachtenden linksextremistischen Anschlägen gegen AfD-Mitglieder zu distanzieren, sondern lieber Millionen von Steuergeldern in einen sogenannten "Kampf gegen rechts" umzuleiten, dann wäre das nicht nur ein Holzweg, sondern eine absolute politische Sackgasse, die beträchtliche Teile der Mitglieder und auch der Wählerschaft vor den Kopf stoßen würde.

Mir scheint, dass es in bestimmten tonangebenden Kreisen der Partei an der nötigen Solidarität mangelt, welche ja die eigentliche politische Stärke einer Bewegung ausmacht. Diese Stärke muss und kann nur nach außen bewiesen werden, aber nicht gegenüber den eigenen wohlmeinenden und tagein, tagaus ackernden Parteimitgliedern. So jedenfalls darf es nicht weitergehen, denn eine Partei, die sich das Wort "Alternative" auf die Fahnen geschrieben hat, kann schlechterdings ihren eigenen Aktiven eine Käfighaltung verordnen.

Volle Solidarität mit Dr. Spaniel und auch mit Stefan Räpple.

Ulrich F. Gerhard

4 Kommentare

  • Kommentar-Link Sabine Bätz Dienstag, 14 Januar 2020 06:54 gepostet von Sabine Bätz

    In 2017 hatte sich die Richtungsänderung der AfD so stark kristallisiert, dass mein Mann und ich (wir gehörten zu den Gründungsmitgliedern) die Mitgliedschaft kündigten. Wir wählen trotzdem noch immer AfD in der Hoffnung, dass sich die Mitglieder des Flügel nicht beirren lassen und den Gründungsgedanken dieser Alternative zu den Systemparteien treu bleiben. - Es ist entsetzlich, wie Macht- und Geldgier die Charaktere von Menschen verändert. Innerhalb der AfD führen Selbstüberschätzung, Angleichung an dieses verrottete System und vor allem das Sichern der persönlichen Pfründe zu Zerstörungsmechanismen die derart verwerflich sind, dass man es als ein Bürger Deutschlands oftmals überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann. ... Wären die Mitglieder der AfD ihrem Grundsatz
    -"Gemeinsam sind wir stark" GEGEN dieses Deutschland zerstörende System - treu geblieben und hätten nicht durch Ausgrenzung und Kriecherei und Angst vor dem Verfassungsschutz die Grundmauern dieser Partei zerstört, würde sich die AfD schon längstens auf dem Weg zur Regierungsbildung befinden. AfD - sie sollte eine Partei für ALLE sein .... hoffentlich bleibt der Flügel diesem Grundsatz treu!

  • Kommentar-Link Jürgen Walter Samstag, 11 Januar 2020 14:02 gepostet von Jürgen Walter

    Hier noch mal die Rede von Dr. Wolfgang Gedeon auf dem BPT am 30.11.2019

    https://youtu.be/k3NT5ZPP5qY

  • Kommentar-Link Jürgen Walter Samstag, 11 Januar 2020 13:12 gepostet von Jürgen Walter

    Liebe Freunde,

    Als ich die Reaktionen vieler Delegierter auf die Rede von Wolfgang Gedeon auf dem BPT letzten November vernahm, sank meine Hoffnung auf einen neuen Tiefstand, daß diese Partei, für die die meisten von uns einstehen und einstanden, eine wirkliche Alternative zu dem bestehenden vasallenartigen US-tranatlantischen Kartellparteien Konsortium bilden könnte.
    Wolfgang Gedeon hat es exakt treffend formuliert, die AFD wird von oben umgeformt in eine Protest Kanalisierung Partei, in eine domestiziert-kastrierte Opposition in, einen politischen Sandkasten für Spielzeug Demokraten!
    Besser kann man es nicht ausdrücken!
    Gerade in Westdeutschland erfolgt innerhalb führender Parteigremien die Anpassung an die herrschenden Verhältnisse in atemberaubender Geschwindigkeit.
    Viele setzen ihre letzte Hoffnung auf Ostdeutschland!
    Wenn die Mehrheit der Deutschen spätestens am 24.09.2917 die AFD mit 30 oder 40% in den Bundestag gewählt hätte, hätten wir nun höchstwahrscheinlich eine komplett andere Situation!
    Die soziopathische Staats Terroristin und Deutschland Hasserin Merkel würde mit ihrer Arschkriecher Entourage im Knast sitzen, die Grenzen wären gesichert, eine Remigration aller illegal sich im Land aufhaltenden arabisch- und afromuslimischen Siedler wäre zustande gekommen, die innere Sicherheit wäre wieder gewährleistet, Deutschland hätte den Migrationspakt nicht unterschrieben, würde sich nicht mehr auf dem Selbstzerstörungs Kurs befinden, Industrie und Mittelstand würden prosperieren, Steuern würden gesenkt, Renten und Löhne erhöht und monetäres und materielles Volkseigentum würden nicht mehr kriminell veruntreut werden!
    Aber ca 90 % der Deutschen haben sich eindeutig gegen diesen gesunden und patriotischen Kurs entschieden!
    Diese kranke Volksseele befindet sich seit langen Zeiten im Niedergang und spiegelt sich selbstverständlich auch in der AFD wieder!

  • Kommentar-Link Jürgen Kieninger Samstag, 11 Januar 2020 07:17 gepostet von Jürgen Kieninger

    Es ist eigentlich beschämend, welche charakterliche, ungeeigneten Leute im BuVo bzw. LaVo BW sitzen. Noch viel schlimmer ist es aber, dass diese charakterlosen Gesellen/innen, von sogenannten Delegierten/innen bzw. in BW von Basismitglieder/innen gewählt werden. Hier kommt das Speichellecken vieler, unfähiger Akteure/innen voll zur Geltung.
    In BW ist der Ausgang allen Übels ein Herr Meuthen, der in diesem Landesverband einen, nicht wieder gut zu machenden Schaden verursacht hat. Schon aus diesem Grund sollte er sich möglichst in Brüssel aufhalten und sich in BW nicht mehr blicken lassen. Wir erleben hoffentlich ein Sonderparteitag, an dem viele Dinge bereinigt werden, nur allein der Glaube fehlt mir. Denn Charakterlosigkeit von Menschen lässt sich nicht heilen,
    diese müssen so gut es geht, entfernt werden. In der Kürze der Zeit ein schwieriges Unterfangen.
    Noch eine Anmerkung- eine besondere Mode in der AfD scheint es zusein, seine eigene Unfähigkeit durch die Benutzung des Wortes „Flügel“ überdecken zu wollen!

    Mit herzlichen Grüßen
    Jürgen Kieninger

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